Gibt es Gemeinsamkeiten, die über das bloße ‚In-der-Filmkultur-Sein‘ hinausgehen?
Sichtweise

Gibt es Gemeinsamkeiten, die über das bloße ‚In-der-Filmkultur-Sein‘ hinausgehen?

Andrey Arnold, März 2019

„Außerdem gehen die Wahrnehmungen von dem, was Film ist, immer weiter auseinander – und ich meine damit keine Vielfalt der Zugänge, sondern eher eine Vielfalt der Scheuklappen. Das Angebot wächst, aber mehr Angebot hat noch nie mehr Diversität oder mehr Offenheit bedeutet. Viele tolle Filme, die ich sehe, kommen bei uns nie ins Kino, sondern werden vorab mit dem fragwürdigen Label ‚Festivalfilm‘ versehen und ins Nischenkammerl abkommandiert. Ich frage mich, wie ich dem entgegenwirken kann.“

zur Lage von Szenen-/KostümbildnerInnen und Digital Artists
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zur Lage von Szenen-/KostümbildnerInnen und Digital Artists

Hannes Salat, Valentin Struklec, März 2019

Im Rahmen des Cinema Next Breakfast Clubs auf der Diagonale’19 haben wir uns mit „analoger und digitaler Filmausstattung“ beschäftigt und beim Frühstück Szenen- und Kostümbildner/innen mit digitalen visual artists zusammengebracht. Hannes Salat, Szenenbild-Lehrender an der Filmakademie Wien und an der Klasse für Bühnen- und Filmgestaltung der Universität für angewandte Kunst, Wien, und Valentin Struklec, Assistenz-Professor an der Filmakademie Wien im Studiengang Digital Art – Compositing, schreiben in ihren Sichtweisen über Ausbildungsmöglichkeiten und den Status quo ihrer Berufsfelder.

Filmproduktion in Österreich. Aus der Sicht junger FilmproduzentInnen
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Filmproduktion in Österreich. Aus der Sicht junger FilmproduzentInnen

Loredana Rehekampff, Flavio Marchetti, Levin Peter, Lena Weiss, Thomas Herberth, Florian Krügel, Florian Brüning, Elsa Kremser, September 2018

Filmproduktion in Österreich. Der Stand der Dinge lautete der Titel eines Sonderhefts des ray Filmmagazins im Februar 2018, das in Kooperation mit der österreichischen Filmwirtschaft entstand. Wir erweitern diese Bestandsaufnahme mit Sichtweisen derjenigen, die in Zukunft das Rückgrat der heimischen Filmwirtschaft bilden werden. Wie beschreiben junge FilmproduzentInnen den Stand der Dinge?

Filmpolitik: Ich halte ein wenig Anmaßung für durchaus konstruktiv
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Filmpolitik: Ich halte ein wenig Anmaßung für durchaus konstruktiv

Sebastian Brameshuber, März 2018

„Ich möchte einen kurzen Abriss geben, wie ich das vergangene Jahr Verbandsarbeit im Vorstand des Regieverbands erlebt habe und warum ich denke, dass es wichtig ist, dass eine jüngere Generation von Filmschaffenden vermehrt Plätze einnimmt, die es ihr ermöglichen, einerseits eine Vision der Zukunft der Filmbranche und -förderung überhaupt zu entwickeln und in weiterer Folge dranzugehen, diese umzusetzen. Bedarf gibt es genug.“

Von alten und neuen Branchen-Denkweisen
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Von alten und neuen Branchen-Denkweisen

Katharina Mückstein, Juni 2017

„Wir haben augenblicklich ein sehr modernes Problem: Die Marktlogik hat die Haltung zur Kunstförderung ausgehöhlt, der Effizienz-Gedanke wird immer herangezogen, wenn er taugt, die eine oder andere Argumentation zu stärken. Und statt uns zu wehren, haben wir – die Kunstschaffenden selbst! – diese Argumentation internalisiert. Wir argumentieren selbst mit Wirtschaftlichkeit, wenn es darum geht, die eigenen Filme gut und die der anderen schlecht zu reden. Ich denke, das ist ein großer Fehler.“

Fokus analog/digital
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Fokus analog/digital

Maria Luz Olivares Capelle, Philipp Fleischmann, Johannes Gierlinger, Viktoria Schmid, Serafin Spitzer, April 2017

Angelehnt an den Film „Cinema Futures“ von Michael Palm wurde am zweiten Tag des Cinema Next Breakfast Club 2017 der Diagonale das Analoge und Digitale in der Gegenwart diskutiert. Junge Filmkünst-ler/innen wurden eingeladen, in jeweils fünf Minuten ihre Sicht auf den Diskurs zu formulieren und zu erzählen, wie sie die Gegenwart und Zukunft ihrer analogen und/oder digitalen Kunst sehen.

Genrekino: Schamlos ist die Zukunft
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Genrekino: Schamlos ist die Zukunft

Markus Keuschnigg, September 2016

„Die heimische Filmlandschaft hat den Anschlusszug verpasst. […] Der Fantastische Film muss, wie es in vielen anderen Produktionsländern längst üblich ist, auch in Österreich so selbstverständlich sein wie der Dokumentar- oder der Avantgardefilm, muss mitgedacht werden, wo er es die längste Zeit nicht wurde, muss gefördert werden, wo er verhindert wurde, muss gefeiert werden, wo er versteckt wurde.“

Mein Kino von morgen: die entgrenzte Leinwand
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Mein Kino von morgen: die entgrenzte Leinwand

Gregor Schmidinger, März 2016

„Wo sehe ich persönlich die Zukunft des Kinos? Reagierend auf die neue digitale Ökonomie, in der wir bereits leben. […] Am Ende steht für mich eine Vision eines Kinos, welches sich durch einen entgrenzten sozialen Erlebnisraumes definiert, in dem ein Dialog zwischen dem Filmemacher und dem Zuseher über Raum und Zeit stattfinden kann.“