Schamlos ist die Zukunft
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Schamlos ist die Zukunft

Markus Keuschnigg, September 2016

„Die heimische Filmlandschaft hat den Anschlusszug verpasst. […] Der Fantastische Film muss, wie es in vielen anderen Produktionsländern längst üblich ist, auch in Österreich so selbstverständlich sein wie der Dokumentar- oder der Avantgardefilm, muss mitgedacht werden, wo er es die längste Zeit nicht wurde, muss gefördert werden, wo er verhindert wurde, muss gefeiert werden, wo er versteckt wurde.“

Mein Kino von morgen: die entgrenzte Leinwand
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Mein Kino von morgen: die entgrenzte Leinwand

Gregor Schmidinger, März 2016

„Wo sehe ich persönlich die Zukunft des Kinos? Reagierend auf die neue digitale Ökonomie, in der wir bereits leben. […] Am Ende steht für mich eine Vision eines Kinos, welches sich durch einen entgrenzten sozialen Erlebnisraumes definiert, in dem ein Dialog zwischen dem Filmemacher und dem Zuseher über Raum und Zeit stattfinden kann.“

Eine kleine Brandrede für die Sache
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Eine kleine Brandrede für die Sache

Anna Katharina Laggner, März 2016

„Wenn der Stresspegel steigt, sinkt die intellektuelle Leistung. Das bedeutet, wenn jemand angegriffen wird, bekommt die Person Angst und kann nicht mehr richtig denken. Das ist jedes Mal zu beobachten, wenn Frauen gegen männliche Vorherrschaft wettern.“

Der Erklärungsnotstand gehört auf die andere Seite
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Der Erklärungsnotstand gehört auf die andere Seite

Nick Prokesch, März 2016

„Ich bin wahnsinnig davon angenervt, mich und meine Position schon wieder erklären zu müssen. Der Erklärungsnotstand gehört auf die andere Seite. Ich will, dass die HERREN Produzenten und Regisseure, Geldgeber und Fernsehanstalten sich endlich dafür rechtfertigen müssen, warum sie überhaupt auf die Idee kommen, Filme quasi ohne Frauen*, ohne Migrant_innen und People of Color machen zu wollen und für wen – außer sie selbst – das noch interessant sein soll?“

Was nicht auf der Hand liegt
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Was nicht auf der Hand liegt

Karin Fisslthaler, März 2016

„Als Künstlerin wird vorausgesetzt seine Position zu reflektieren, das Konstrukt Geschlecht zu hinterfragen und wenn möglich dies auch noch in seiner Arbeit zu thematisieren. Selbstverständlichkeit ist ein Stillstand, ein Verharren und Ausruhen in seiner Rolle – auf jeden Fall ist es ein Privileg. Sich selbst infrage zu stellen und die permanente Selbstreflexion hingegen eine lebendige Praxis.
Es ist an der Zeit, diese ‚Nicht-Selbstverständlichkeit‘ auch von den männlichen Kollegen einzufordern, damit wir endlich beginnen können, miteinander zu sprechen: mit Körpern, mit Bildern, von mir aus auch mit Worten.“

Geschichten, die im Kino fehlen
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Geschichten, die im Kino fehlen

Senad Halilbasic, März 2016

„Ein Somali kommt nach Österreich und schreibt ein Drehbuch über bosnische Kriegsverbrechen. So sehe ich ein mögliches Kino von morgen. Ein Kino ohne Grenzen, das somit eine Antithese zu der realpolitischen Gegenwart bildet, die sich ja abermals einem Zeitalter neuer Grenzen verschreibt. […] Grenzen sind nicht nur der natürliche Feind des Menschen und ein Angriff auf dessen Würde – Grenzen sind auch Feinde der Kunst. Ich will sie in meinem Kino von morgen nicht!“

Gedanken zur Förderung junger FilmemacherInnen
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Gedanken zur Förderung junger FilmemacherInnen

Barbara Fränzen, Juli 2015

„Raum für die Bewegung der Gedanken, für ein Nachdenken ohne Erfolgsdruck und drohende Deadlines.“ Und: „… herauszufinden, warum man eigentlich Kunst macht, was der innere Antrieb ist und um was es einem selbst tatsächlich geht. Wenn die Startstipendien der Filmabteilung dazu einen Beitrag leisten können, ist schon ein kleiner Schritt gelungen.“

Mein erstes Cannes
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Mein erstes Cannes

Patrick Vollrath, Juni 2015

„Ich habe mir immer gesagt: Wenn ich mal nach Cannes fahre, dann, wenn sie einen Film von mir zeigen. Und dieses Jahr war es plötzlich soweit: Mein Kurzfilm ‚Alles wird gut‘ wurde völlig überraschend in den Kurzfilmwettbewerb der Semaine de la Critique nach Cannes eingeladen.“ Ein Festival- und Erlebnisbericht.