Breakfast Club. Das späte Frühstück auf der Diagonale
Breakfast Club

Breakfast Club. Das späte Frühstück auf der Diagonale

Graz: Diagonale, 22. bis 23. Mrz 2019

Fotos vom Breakfast Club 2019

täglich von 11–13 Uhr in der Bar 8020

Im Film Breakfast Club von John Hughes müssen fünf rebellische Teenager um sieben Uhr früh zum Nachsitzen antreten. Ganz so streng ist der Cinema Next Breakfast Club nicht: So zeitig aufstehen und nachsitzen muss hier niemand, aber dazusetzen kann man sich, und nachdenken. Und reden ist sogar erwünscht! Beim Breakfast Club kommen gesprächswillige Menschen zusammen, um sich in gemütlicher Atmosphäre gemeinsam mit Fragen auseinanderzusetzen, die auch den Filmnachwuchs betreffen.

Das etwas andere Frühstück auf der Diagonale – Festival des österreichischen Films in Graz (19.-24. März) bietet Raum für Vernetzung und lädt zum Gedankenaustausch ein. Eröffnet werden die morgendlichen Treffen mit Interventionen zu einem Tagesthema. Diese Statements bieten den Teilnehmer/innen den Impuls zu ergebnisoffenen Diskussionsrunden in Kleingruppen oder im Plenum.

Die Teilnahme am Breakfast Club ist kostenlos.

Aufgrund der Platzbeschränkung wird frühzeitiges Erscheinen empfohlen!

Der Cinema Next Breakfast Club findet am 22. und 23. März täglich von 11–13 Uhr in der Bar 8020 (Hotel Mariahilf, Mariahilferstraße 9) statt.

Frühstück von 11 – 11.30 Uhr, musikalische Begleitung ausgewählt von Public System Beat Department: Mixes auf SoundCloud abrufbar.
Inputs und Diskussion: 11.30 – 12.30 Uhr.
Danach Ausklang bis 13 Uhr.

Breakfast #1, Freitag, 22. März:
The Look! Analoge und digitale Filmausstattung

Don Who ? heißt der Episodenfilm, den Studierende der Universität für angewandte Kunst Wien in Zusammenarbeit mit anderen Filmschaffenden realisiert haben (und der auf der Diagonale’19 zu sehen ist). Der Fokus des inhaltlich am Don-Juan-Stoff orientierten Films liegt weniger auf Buch und Regie als vielmehr auf der Ausstattung und der wortwörtlichen Inszenierung der Szenen.

Am ersten Tag des Breakfast Club möchten wir die Situation jener jungen Filmschaffenden in den Vordergrund rücken, die im Hintergrund arbeiten, aber den Look eines Films über das Szenen- und das Kostümbild entscheidend mitgestalten. Denn obgleich die Filmausstattung in praktisch jedem Film augenscheinlich ist, hinkt sie hinsichtlich einer professionellen Ausbildung anderen Bereichen hinterher.

Gleichzeitig rücken wir den digitalen Look in den Fokus: Auch hier sind visual artists am Werk, auch sie gestalten den Look eines Films entscheidend kreativ mit. Die Ausbildungsmöglichkeiten sind hier im Vergleich vielfältig: von zahlreichen FH-Studien bis zum eigenen Fachbereich an der Filmakademie Wien. Fragen zur Sichtbarkeit ihres Tuns oder zur Einbindung in den Filmproduktionsprozess lassen sich aber auch hier stellen.

Der Breakfast Club wird zweigeteilt: Zunächst beschäftigen wir uns mit der Situation analoger Filmausstatter/innen, im zweiten Teil mit den Kolleg/innen des animierten Digital-Departments.

5-Minuten-Inputs von:

Momo Ehegartner
Denise Leisentritt
Johannes Salat

Kris Staber
Markus Kircher
Lisa Vogt

Dazwischen und im Anschluss Diskussion im Plenum.

Breakfast #2, Samstag, 23. März:
The Future is … us!

Wer ist eigentlich „der österreichische Film“ bzw. „die Branche“? Wer gehört hier dazu?

Viele vor uns haben nach oft jahre- oder jahrzehntelangem Ringen mit steter Leidenschaft die heimische Filmkultur zu dem gemacht, was sie heute ist. Und das ist nicht wenig.

Nur: Sind „die Branche“ schon lange nicht nur noch die, die jetzt oder schon seit einiger Zeit an den Hebeln sitzen? Sind nicht auch viele von der nachrückenden Generation in unterschiedlichsten Institutionen aktiv und haben jahrelange Erfahrung als Filmfestivalmitarbeiterin, als Filmvermittler, als Filmkritiker oder als Filmemacherin gesammelt? Ist es nicht Zeit, sich zu fragen, ob nicht schon längstens wir ein entscheidender Teil der heimischen Filmbranche sind und die heimische Filmkultur bereits in vielen Bereichen mitgestalten? Und vor allem: Wollen wir den Weg, den andere für uns vorgezeichnet haben, überhaupt langfristig gehen?

Nicht alles, was da ist, ist schlecht. Aber es kann nicht bloßes Ziel unseres Tuns sein, das, was da ist, zu erreichen. Nur um dann Strukturen, Verhalten und Argumente von den anderen zu übernehmen, zu wiederholen und weiterzugeben.

Wir wollen am zweiten Breakfast-Club-Tag den Startschuss geben für einen Think Tank, den wir offen weiterführen möchten. Eine Plattform, auf der Interessierte sich kennenlernen, austauschen und Wünsche formulieren, wie eine „österreichische Filmkultur“ in Zukunft ausschauen sollte und wie wir uns als Teil dieser Branche sehen, in der wir nicht kopieren, sondern mitgestalten.

Beim Breakfast Club werden sich fünf Personen aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen vorstellen und gemeinsam mit den anwesenden Gästen diskutieren.

5-Minuten-Inputs von:

Andrey Arnold
Kurdwin Ayub
Djamila Grandits
Leni Gruber
Wiktoria Pelzer

Anschließend Diskussion an Einzeltischen. Unsere Input-Geber/innen sind gleichzeitig unsere HOTs: Heads of Tisch.