Filmnacht am 24. Mai im Gartenbaukino
Die Zukunft des österreichischen Films
Wer wird großen Namen wie Michael Haneke und Ulrich Seidl einmal nachfolgen? Mögliche Antworten auf diese Frage geben die halbjährlich stattfindenden Filmnächten der Initiative Cinema Next – Junges Kinos aus Österreich. Bereits zum 4. Mal touren Kurzspiel- und dokumentarfilme, Animationen, Musikvideos und Experimentalfilme junger FilmemacherInnen durch ganz Österreich und geben konzentriert und fein sortiert einen Überblick über die aktuellen Talente und Vielfalt des heimischen Nachwuchsfilms.
Neu ist der Arbeitswelten-Förderpreis der Arbeiterkammer Salzburg, der einen Film mit 1.000 Euro honoriert, der sich auf besondere Weise mit dem Thema Arbeit beschäftigt.
Zum ersten Mal ist die Cinema Next Filmnacht im Gartenbaukino zu Gast. Auf der größten Leinwand der Wiener Innenstadt sind fünf eigenwillige Arbeiten zu sehen, die diese Präsentationsfläche auch verdienen: Als Wien-Premiere ist der Kurzfilm Das ist es, was immer mit den Menschen los und mit den Tieren nicht los ist. von Jan und Anna Groos zu sehen. Ihr Film berichtet von einer verschollenen Frau, deren Weggefährten alle unterschiedliche Biographien von der Person erzählen. Der Film lief beim Filmfestival Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken und auf der Diagonale in Graz. In A new tractor is coming to town, the working class takes a break von Aleksey Lapin bricht ein vollautomatischer Traktor auf, um die Arbeiterklasse auf dem Lande gänzlich verzichtbar zu machen. Mit U.F.O.s above Berlin 2 – Last Resistance sind die extraterrestrischen Aggressoren von Eros Manzoni und Richard Wilhelmer das erste Mal in Wien zu sehen. Als Weltpremiere wird der erste narrative Kurzfilm von Mike Kren, Albatrosse, gezeigt, ein Film über Kindheitserinnerungen eines jungen Mannes, der als Kind aus der Tschechoslowakei nach Österreich flüchten musste. Den Abschluss des 90-Minuten-Programms macht Daniel Moshels Neu-Interpretation der Arie Habanera aus der Oper Carmen, MeTube, mit dem Sänger August Schram und aufgepimpten Elektro-Sounds!
Eintritt: 5 Euro
Programm
Das ist es, was immer mit den Menschen los und mit den Tieren nicht los ist.
von Jan Groos & Anna Groos, 2013, 45 min
Eine verschollene Frau gibt Rätsel auf: Weggefährten erzählen unterschiedliche Biographien. War das Lebensmodell der Vermissten ein avantgardistischer Entwurf oder doch nur ein rücksichtsloser Egotrip?
Konzept, Realisierung: Jan Groos, Anna Groos. Kamera: José Lorenzo Wasner. Schnitt: Gernot Grassl. Ton: Axel Traun. Musik: Mario Dancso. DarstellerInnen: Andreas Patton, Andrea Clausen, Christian Dolezal, Melanie Kretschmann u.a.. Förderungen: bm:ukk/if, Land NÖ, Stadt Wien MA7. Aufführungen: Diagonale 2013.
A new tractor is coming to town, the working class takes a break
von Aleksey Lapin, 2012, 5 min Arbeitswelten-Wettbewerb
Felder, Bauernhöfe, Windräder… Ein GPS-kontrollierter Traktor fährt allein durch die niederösterreichische Landschaft. Die Maschine ist nicht mehr nur Produktionsmittel. Haben wir uns von der Arbeit endlich befreit?
Regie: Aleksey Lapin. Kamera: Markus Zizenbacher. Ton: Sascha Kató, Georg Vogler. Produktion: Aleksey Lapin, Filmakademie Wien. Schnitt: Aleksey Lapin
U.F.O.s above Berlin 2 – Last Resistance
von Eros Manzoni & Richard Wilhelmer, 2013, 20 min
Die Welt wird von einem extraterrestrischen Aggressor in Schach gehalten. Nur Ron Fox und seine Warrior-Amazonen leisten Widerstand. Ob ihnen der fremdgesteuerte Marty helfen kann, das U.F.O. zu zerstören?
Regie: Eros Manzoni. Co-Regie: Richard Wilhelmer. Buch: Daniel Etessami. Kamera: Alexander Klein. Schnitt: Alexander Murygin. Ton: Scott Mecleod, Clemens Brix, Christian Schossig. Sounddesign: Christian Obermaier, Jochen Jezussek. Musik: Boris Mihatsch, Telonio. DarstellerInnen: Roman Snihurowych, Dominic Kran u.a.. Produzent: Björn Gerling. Produktion: Silverstar Studios. Aufführung: Diagonale 2013.
von Mike Kren, 2013, 13 min
In surrealen und märchenhaften Bildern erinnert sich der nun erwachsene Leoš an seine Kindheit in den 1970er Jahren der kommunistischen Tschechoslowakei, an die Flucht nach Österreich, an die Dinge und Menschen, die er zurücklassen musste.
Regie: Mike Kren. Buch: Clara Trischler. Kamera: Xiaosu Han, Andreas Thalhammer. Schnitt: Bettina Enigl Ton: Peter Priemer. Compositing: Christophé Didier Weginger. Musik, Sounddesign: Iva Zabkar. DarstellerInnen: Constantin Al Khafaji , Kitty Khittl, Susanne Gschwendtner, u.a.. Erzähler: Martin Fabini. Produzenten: Roberto Gruber, Yvy Rita Borbon. Förderungen: bm:ukk/if, Stadt Wien MA7, Land NÖ.
MeTube
von Daniel Moshel, 2013, 4 min
Georges Bizets Arie Habanera aus der Oper Carmen wurde für MeTube re-interpretiert und mit Elektro-Sounds aufgepimpt. Sänger: August Schram.





























































































































































